schulstressWat’s du doriwer wesse sollst a wou’s du hëllef fenns.

Die Ferien sind zu Ende, der normale Schulalltag stellt sich so langsam ein und du gewöhnst dich an die neue Umgebung, deine neuen Mitschüler, deine Lehrer und Professoren und auch an all die Anstrengungen.

Wir sind alle anders und reagieren unterschiedlich auf Anforderungen oder Hürden die sich dir manchmal im normalen Schulalltag in den Weg stellen und zusätzliche Energie und Kraft von dir abverlangen. Diese Schwierigkeiten ob klein oder groß, können dich unter Druck setzen. Jeder hat auch andere Erwartungen an sich und seine Leistungen. Dann taucht auch noch zusätzlich dieser Leistungsdruck auf, der von außen kommt, manchmal auch von sich selbst ausgeht.  Der Leistungsdruck der von außen kommt, kann von Eltern, Freunden, Bekannten, Lehrern, durch die Situation (wie z.B. Druck die Klasse bestehen zu müssen) kommen oder verstärkt werden.

Hindernisse wie Konzentrationsschwierigkeiten können auch zusätzlich Leistungsdruck erzeugen. Konzentrationsschwierigkeiten können durch Müdigkeit entstehen wenn du nicht genügend schläfst, können aber manchmal auch durch Sorgen (wie Sorgen wenn Eltern sich dauernd streiten, Sorgen um deine Freundin/Freund, Sorgen um deine Freunde…) oder Ängste auftreten, die dich von der Schule ablenken.

Dies alles erzeugt Druck, sowie auch wenn du bemerkst, dass deine Leistungen nicht deinen Erwartungen entsprechen. Du kannst dich nicht optimal auf deine Hausaufgaben und Prüfungen vorbereiten. Es wird dir alles zu viel, du vergisst so manches, du bist gereizt und genervt oder traurig und wirst dadurch zusätzlich gestresst. Das alles kann man unter Schulstress bezeichnen.

Es sind unterschiedliche Reaktionen auf Schulstress, die sich während des Schuljahres und oft im Laufe deiner Schulkarriere, entwickeln.
Die Reaktionen auf Schulstress sind oft körperliche Symptome wie Kopf- und Bauchschmerzen, sowie Schlafstörungen. Besonders jüngere Kinder zeigen körperliche Beschwerden, die keine organische Ursache haben. Bei Jugendlichen sind es eher psychische Anzeichen, wie Gereiztheit, Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit (Studie Universität Lüneburg, 2010), Schwierigkeiten morgens nicht aus dem Bett kommen, Freunde oder Hobbys vernachlässigen.

Lernen funktioniert vor allem dann gut, wenn du ausgeglichen bist und mit Freude bei der Sache bist, dann bist du aufnahmebereit. Du probierst aus, machst Fehler, scheiterst vielleicht aber versuchst es auf ein Neues. Die Neurobiologie zeigt, dass sich beim lustvollen Lernen im Gehirn Strukturen bilden, die es dann ermöglichen, die vielen Probleme, die ein ganz normales Leben mit sich bringt, kreativ und konstruktiv zu lösen. Angst, Furcht und Druck stören diesen Vorgang.

Deshalb ist es wichtig dir Unterstützung zu holen wenn dir manche Fächer schwer fallen, deine Leistungen dich traurig stimmen. Bleib nicht allein mit deinen Sorgen und Ängsten, suche dir eine Person der du vertraust und Teile sie mit jemandem der dich unterstützen kann. Jederzeit kannst du beim 116 111 Kanner-Jugendtelefon anrufen oder der Online Help (www.kjt.lu) schreiben. Hier findest du immer einen Berater mit dem du anonym und vertraulich über deine Gedanken und Schwierigkeiten reden kannst. Wir sind montags, mittwochs und freitags von 17 bis 22h, dienstags und donnerstags von 14 bis 22 Uhr, sowie samstags von 14 bis 20h erreichbar.