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In Luxemburg, so wie in vielen umliegenden Ländern wird viel Alkohol getrunken, und dies bei allmöglichen Gelegenheiten: zu Familienfesten, wie Geburt, Taufe,1.Kommunion, Schulfesten, Bürofeiern, Abschiedsfeiern etc.etc….Alkohol ist eine sozialakzeptierte Droge, welche die meisten Leute als eher harmlos einstufen; und dies obwohl es für Kinder unter 16 Jahren sowohl beim Kauf wie beim Konsumieren Einschränkungen gibt

 

Heute möchten die meisten Eltern und Erwachsenen , welche mit Kindern und besonders Teenagern arbeiten, mit ihnen auch über den Gebrauch von Alkohol sprechen; das Gute, das Schlechte, das Schlimme daran, doch es ist sehr schwer zu wissen wo anfangen! Sogar wenn Sie selbst nicht regelmässig Alkohol trinken, wird Ihr Kind wahrscheinlich ausserhalb der Familie mit Alkohol in Kontakt kommen.


Deswegen sollten alle Jugendlichen über Alkohol und ihren Umgang damit aufgeklärt werden.
Alkohol hat Einfluss darauf wie wir die Welt erleben.Die meisten Menschen werden nach einem Drink entspannter, weniger gehemmt, und möglicherweise geselliger. Viel Alkohol jedoch auf einmal oder kontinuierliches Trinken kann zu ernsten Problemen führen.
Unter Einfluss von Alkohol nehmen Jugendliche eher Risiken auf sich, verursachen Unfälle und geraten in soziale Situationen die sie später bereuen. Als Erwachsene kennen wir solche Situationen meistens aus Erfahrung und doch sind wir als Gesellschaft wenn wir darüber reden sollen unsicher. Zusätzlich sehen junge Menschen die Erwachsenen oft als Vorbilder und neigen dazu eher nachzuahmen was sie sehen , als auf das zu reagieren was man ihnen sagt.Wenn Eltern oder andere verantwortliche Erwachsene ihnen sagen sie sollen keinen Alkohol trinken und sie selbst offen und übermässig trinken, wird ihre Nachricht widersprüchlich und kann sogar einen negativen Effekt haben.
Es gibt keinen Zweifel, dass sichTeenagers und selbst Pre-teens unter Druck gesetzt fühlen können, um zu der Peergruppe dazu zu gehören.Diese Art von Druck wird oft falsch verstanden; sie trinken, weil die Kumpel trinken, nicht weil sie diese dazu auffordern. Dies ist ein wichtiger Teil der Veränderung in der Pubertät: oft hat die Peergruppe mehr Einfluss auf die Heranwachsenden als die Eltern. Sie wollen angenommen werden, wollen sich wohlfühlen in dieser herausfordernden Zeit, und Alkohol kann die scheinbare Antwort sein. Ohne Unterstützung und Führung, jedoch kann dieses Verhalten zu einer Form von Eskapismus führen.
Der beste Rat an Eltern ist offen über Alkohol und seine positiven sowie negativen Einflüsse zu reden. Wenn Sie in der Familie Alkohol trinken, sollten Sie immer versuchen etwas zu essen dazu anzubieten.Dies ist wichtig, weil essen vor und während des Trinkens den Effekt des Alkohols verlangsamt und es so einfacher ist zu urteilen ob man noch ein alkoholisches Getränk trinken soll oder nicht.Auch ermuntern Sie die Jugendlichen zwischendurch ein Glas Wasser zu trinken! Das könnte allerdings in Luxemburg schwierig werden, da man hier nur abgefülltes Wasser kaufen kann.Sie könnten vorschlagen diskret eine wieder verwendbare Flasche mitzunehmen.Sprechen Sie offen mit Kindern und Jugendlichen darüber weshalb Sie Alkohol trinken. Selbst wenn Sie keinen Alkohol trinken sollten Sie über dieses Thema mit Ihren Kindern reden, denn früher oder später kommen sie mit jungen Leuten in Berührung, welche trinken.Wenn Sie trinken, könnten sie dies etwa mit dem Genuss von Lieblingsessen oder Süßem, wie z.B. Schokolade vergleichen. Alles mit Maß ist ok. Ist Ihr Kind etwas älter und Sie vermuten dass es außer Haus trinkt, dann ermutigen Sie’s darüber zu sprechen was es trinkt, mit wem und wo.Erinnern Sie es dran, dass verschiedene Formen von Alkohol verschiedene Auswirkungen haben, und auch die Umgebung in welcher man trinkt kann einen Einfluss haben auf den Effekt. Lehren Sie’s wie es für seine Sicherheit sorgt, dass es sich mit vertrauten Freund(innen) aufhalten soll, und sich für sicheres Heimkommen planen muß.
Es kann hilfreich seinTeenager zu fragen, was sie in einer imaginären Situationen tun würden in der sie oder ihre Kumpel trinken. Üben was sie in einer bestimmten Situation sagen oder tun sollen und so ihre Selbstsicherheit stärken mit der Fähigkeit diese Situationen zu handhaben kann eine wertvolle Hilfe sein.Seien Sie immer bereit Ihrem Kind zu erlauben Sie als Entschuldigung zu nutzen. Letztendlich war es seit jeher die beste Ausrede den Eltern die Schuld zu geben, dass man um Mitternacht zu Hause sein muß.
Das KJT Elterntelefon, sowie die KJT online Hilfe können Rat und Auskunft geben oder auch unvoreingenommen zuhören. Wenn Sie oder Ihr Kind über dieses oder jedes andere Thema vertraulich und anonym reden möchten, dann kontaktieren Sie www.kjt.lu