
Aufregender als die Einschulung ist oft der Wechsel ins Lyzeum.
Der Wechsel in die weiterführende Schule ist der Beginn eines neuen Lebensabschnittes und ein Schritt zum Erwachsenwerden. Eltern können den Start in die neue Phase positiv begleiten und unterstützen, sowie Verunsicherung vermeiden.
Ein „Tag der offenen Tür“ verhilft oft einen ersten Einblick von der neuen Schule zu bekommen und in die neue Atmosphäre reinzuschnuppern. Die Webseiten der Schulen verhelfen ebenfalls Informationen über die angebotenen Aktivitäten, Stundenpläne, Projekte, Termine zu bekommen.
Planen sie gemeinsam den neuen Schulweg, welcher Bus/Zug muss genommen werden und zur welchen Uhrzeit um rechtzeitig anzukommen. Am besten, sie gehen oder fahren den Weg zusammen mit ihrem Kind. Falls ihr Kind noch keinen Hausschlüssel besitzt, so wäre dies jetzt der richtige Zeitpunkt. Das Kind lernt selbstständig zu werden und alleine nach Hause zu kommen.
Die Schlüsselübergabe oder das gemeinsame Ausprobieren des neuen Schulweges würde so zum Ritual werden, welches die neue Phase einläuten würde. Symbolisch schenken sie ihrem Kind ihr Zutrauen und ihr Vertrauen. Rituale sind wichtig, sie geben Orientierung und markieren Übergänge. Hier gilt es nicht zu über- aber auch nicht zu unterfordern.
Der Kontakt zu den Lehrern ist in den weiterführenden Schulen nicht mehr so intensiv wie in der Grundschule, da nahezu jedes Fach von unterschiedlichen Professoren unterrichtet wird. Der weniger intensive Kontakt zu den Lehrern verhilft ihrem Kind aber auch zu mehr Selbstständigkeit. Darauf sollten die Eltern, aber auch ihr Kind sich vorbereiten.
Bereiten sie ihr Kind darauf vor dass es ab nun aber ein(e) „Régent(e)“ haben wird, an die oder den es sich bei Fragen oder Schwierigkeiten wenden kann. Daraufhin sollten sie sich auch auf der Webseite der Schule den „Spos“ (Service de Psychologie et d'Orientation Scolaire) ansehen damit ihr Kind weiß wohin es gehen kann wenn sie das Bedürfnis hat mit jemanden zu reden.
Die Teilnahme am Elternabend ermöglicht ihnen die Lehrer kennen zu lernen. Das schafft Klarheit und kann zu einer guten Zusammenarbeit führen.
Die Mittagstunde kann auch im Voraus geplant werden. Fragen sie ihr Kind ob in der Schulkantine gegessen wird oder ob Proviant von zu Hause mitgebracht wird. In der Regel sollte so gut wie möglich auf eine gesunde Ernährung geachtet werden.
Der Wechsel in die weiterführende Schule bedeutet auch eine neue Schulsituation, in der sie ihre Kinder unterstützen können. Das gilt hauptsächlich für Zeitmanagement und Arbeitsorganisation. Verbindlichen Zeiten für Hausaufgaben, sowie eine Kontrolle der Hausaufgaben in Maßen, sind hier sehr behilflich. Fördern sie die Selbstständigkeit ohne sie einzuschränken.
Nachfragen und Zuhören ist wichtig, aber ohne zu bohren. Fragen wie der Tag war, wie es mit den Mitschülern und den Lehrern läuft sind erlaubt und wichtig. Akzeptieren sie die Antwort des Kindes so wie sie ist, auch wenn kaum eine Antwort kommt, vielleicht erzählt
ihr Kind erst abends oder am darauffolgenden Tag. Zeigen sie sich interessiert und offen, ohne auf eine Antwort zu bestehen. Zeigen sie dass sie da sind.
Für weitere Fragen und Informationen können sie sich anonym und vertraulich, von montags bis freitags jeweils von 9 bis 12 Uhr, sowie mittwochabends von 17 bis 20 Uhr, an das 26 64 05 55 „Elterentelefon“ wenden.
Speichern sie ihrem Kind die Nummer vom Kanner-Jugendtelefon ins Handy. Hier kann es sich anonym, vertraulich und kostenfrei entweder telefonisch über die 1 1 6 1 1 1 oder schriftlich die www.kjt.lu Online Help hinwenden bei allen Fragen, Sorgen und Problemen.






